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Über mich

Drei Turns.
Dann war Schluss.

Erste Testfahrt im richtigen Rennkart. ICA 100, weiche Reifen, über 30 PS – der Aufstieg zu den Profis, für den ich meine Eltern zwei Jahre lang überzeugt hatte.

Im dritten Turn kippt mein Kopf in der Kurve zur Seite. Links. Rechts. Beim Beschleunigen bekomme ich ihn nicht mehr nach vorn.

Der Teamchef holt mich rein: „Du fährst heute nicht mehr."

Drei Turns – und ich war körperlich am Ende. Wie sollte ich so ein ganzes Rennwochenende überstehen? In dem Moment war mir klar: Es liegt nicht am Kart. Es liegt an mir.

Ich bin Nino Kuhn. Und seit diesem Tag dreht sich bei mir alles um eine Erkenntnis:

Das Rennen wird nicht auf der Strecke gewonnen. Sondern im Training abseits der Strecke.

Der Weg

Vom Fitnessstudio ausgelacht. Vom Goldpokal bestätigt.

Nach der abgebrochenen Testfahrt bin ich ins Fitnessstudio – und wurde als Motorsportler nicht ernst genommen. Der Plan, den ich bekam: keine einzige Übung für Nacken oder Unterarme. Mir war sofort klar, dass das nichts bringt. Also habe ich mir einen Personal Trainer gesucht, der mir gezeigt hat, wie man richtig trainiert.

Den ganzen Winter habe ich durchgezogen. Fast täglich trainiert, die Ernährung umgestellt, an allem gearbeitet, was abseits der Strecke passiert. Im Jahr darauf bin ich im Mittelfeld in die Saison gestartet, habe mich Rennen für Rennen gesteigert – und am Ende meiner ersten Profi-Saison das wichtigste Rennen des Jahres gewonnen: den DMV Goldpokal von Deutschland.

Wir hatten kein großes Budget und wenige Trainingseinsätze. Ich habe mir im Training gebrauchte Reifen von meinen Gegnern geholt – und bin im Rennen mit dreifach geschweißtem Rahmen vor ihnen ins Ziel gekommen. Drei Jahre bin ich gegen die besten Kartfahrer Deutschlands gefahren, in einem Feld mit Namen wie Pascal Wehrlein und Luca Stolz, die es später bis in die DTM geschafft haben.

Der Grund, warum ich mithalten konnte, war nicht Talent und nicht Material: Ich habe neben der Strecke die richtigen Dinge getan – konsequent. Fitness, Ernährung, Kopf, Erholung. Diese Strategie hat mich getragen – und sie ist bis heute der Kern von allem, was ich mache.

Nino Kuhn im Regenrennen auf zwei Rädern – Kart #326

Am Limit – auch im Regen

Nino Kuhn ganz oben auf dem Podium der DMV Kart Championship

Ganz oben: DMV Kart Championship

Der Beweis

Dieselbe Strategie.
Ein anderes Spielfeld.

Nach meiner aktiven Kartzeit wollte ich wissen, wie weit dieses Prinzip trägt. Die Antwort habe ich im Kraftdreikampf gefunden – Kniebeuge, Bankdrücken, Kreuzheben. Ein Sport, in dem sich nichts verstecken lässt: Entweder du hast die Arbeit gemacht, oder das Gewicht bleibt liegen.

Ich wurde Deutscher Meister und Europameister – mit Weltrekord (WUAP, 2019). Und ich war der erste Deutsche, der das Zehnfache seines Körpergewichts im Kraftdreikampf bewegt hat – raw, ohne unterstützende Ausrüstung.

Auch hier war der Unterschied nicht das Training allein. Es war alles drumherum: Ernährung, Schlaf, Regeneration, Konstanz über Jahre. Dieselbe Taktik wie schon im Kart – nur mit Scheiben statt Reifen.

Parallel dazu habe ich das Ganze auf ein wissenschaftliches Fundament gestellt: B.A. Fitnesstraining und M.A. Prävention & Gesundheitsmanagement (beide DHfPG, Abschluss „sehr gut"), dazu ein technisches Grundstudium im Bereich Automotive Systems – daher denke ich bis heute in Systemen, Daten und Zusammenhängen. Fünf Jahre habe ich ein eigenes Personal-Training-Studio aufgebaut und geführt, Sportler und Unternehmer trainiert.

Es war eine gute Zeit. Aber irgendwas hat gefehlt. Und wer den Geruch von warmem Gummi und Rennbenzin kennt, weiß genau, was.

Nino Kuhn beim Kreuzheben im Wettkampf

Kraftdreikampf: nichts zu verstecken

Nino Kuhn jubelt nach gültigem Versuch im Wettkampf

Wenn die Arbeit sich auszahlt

Die Ideallinie

Mein Weg in Saisons

2001

Einstieg Kartslalom

Mit 9 Jahren ganz unten angefangen – beim MSC Kochersteinsfeld, zwischen Pylonen statt Curbs.

Nino Kuhn als Kind im Slalom-Kart
2003–2007

Meistertitel im Slalom & Aufstieg

Landesmeister, Bundesmotorsportmeisterschaft, Deutscher Jugendkartmeister (DMV) – nicht durch Talent, sondern durch Ehrgeiz. Mit 13 der Wechsel auf die Rundstrecke.

Nino Kuhn im Kart #326 auf der Rundstrecke
2008

Erste Profi-Saison – und der Goldpokal

Aufstieg in die ICA 100 zu den Senioren. Nach der abgebrochenen Testfahrt ein Winter harter Arbeit abseits der Strecke – am Saisonende der Sieg beim DMV Goldpokal und ADAC-Kartmasters-Laufsiege.

Nino Kuhn im Rennkart #77
2009–2011

Gegen die Besten Deutschlands

Drei Jahre auf Augenhöhe mit Fahrern wie Pascal Wehrlein und Luca Stolz – mit kleinem Budget, gebrauchten Reifen und der Überzeugung, abseits der Strecke die richtigen Dinge zu tun.

Nino Kuhn jubelt über der Ziellinie
2013–2019

Kraftsport-Ära

Kraftdreikampf: Deutscher Meister, WUAP-Europameister 2019 mit Weltrekord, erster Deutscher mit 10-fachem Körpergewicht raw. Parallel B.A. Fitnesstraining an der DHfPG.

Kreuzheben im Wettkampf
2020–2025

Studio & Master

Aufbau und Leitung eines eigenen Personal-Training-Studios, M.A. Prävention & Gesundheitsmanagement mit Fokus psychische Gesundheit. Sportler und Unternehmer trainiert – und die Rennstrecke vermisst.

Heute

Kuhn Performance

Zurück an der Strecke – als Coach und als Fahrer. Alles, was ich gelernt habe, fließt in ein Ziel: Rennfahrer dahin bringen, wo Talent allein nicht mehr reicht.

Nino Kuhn beim Debrief mit einem Athleten
Heute

Zurück an der Strecke. Diesmal auf beiden Seiten.

Deshalb gibt es Kuhn Performance. Ich habe die Verantwortung fürs Studio abgegeben und mache heute nur noch das, wofür ich brenne: Rennfahrer dahin bringen, wo Talent allein nicht mehr reicht.

Ich sitze selbst wieder im Kart – ich kenne Hitze, Puls und Druck nicht aus dem Lehrbuch, sondern von innen. Ich schreibe als Fachautor für Motorsport XL über Training und Performance im Motorsport und spreche im Racecraft-Podcast über das, was Fahrer wirklich schneller macht.

Meine Überzeugung ist in über zwanzig Jahren Sport dieselbe geblieben – im Kart bewiesen, im Kraftsport bestätigt, wissenschaftlich untermauert:

Nicht wer mehr trainiert, gewinnt. Sondern wer das Richtige trainiert.

Die Zeit ist begrenzt – entscheidend ist, sie in die Dinge zu stecken, die dich auf der Strecke wirklich schneller machen.

Nino Kuhn heute im Rennanzug am Kart – Rotax DD2

Comeback im Rotax DD2 · Onboard mitfahren →

Nino KuhnDriver-Coach · Profil
KartsportDt. Jugendkartmeister · DMV Goldpokal · ADAC-Kartmasters-Laufsiege
KraftdreikampfDt. Meister · EM 2019 mit Weltrekord · 10× Körpergewicht raw
AusbildungM.A. Prävention & Gesundheitsmgmt. (Fokus psychische Gesundheit) · B.A. Fitnesstraining · DHfPG
Praxis12+ Jahre Athletik-, Personal- & Mentaltraining · 5 Jahre eigenes Studio
MotorsportAktiver Kartfahrer · Fachautor Motorsport XL · Host „Racecraft"
Boxenstopp

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